Carmen in Las Palmas


Man hört Stimmen, wenn man die Oper von Las Palmas besucht. Nicht nur auf der Bühne (und die sind meist wirklich beachtlich bis sehr gut!), sondern auch im eigenen Kopf: „So muss das sein!“ - „Endlich mal ne schöne Inszenierung!“ - „Das hätte dem Komponisten gefallen, so hat er das gewollt!“

Und man muss ehrlich zugeben, dass eine Carmen wie sie angeblich „sein muss“ auch mal sehr schön ist. Nein, anders... sie ist ne wahre Wucht!!! Mit allen Macken, Ecken und Kanten, die vor allem der dritte Akt so mit sich bringt: Schmuggler mit überdimensionierten Paketen, die weder zum Schmuggeln noch zum leichten Transport (Puh, die müssen schwer sein, so wie die sich über die Bühne schleppen!) geeignet sind, dann aber abgeladen werden und völlig überraschend fröhlich-locker-leicht vor sich hin hüpfen... Aber es scheint trotzdem so, als ob das alles so sein muss und nicht anders sein darf!


Und so wird unser Besuch der mittlerweile dritten Operninszenierung der hiesigen Opernkompagnie in Las Palmas im wundervollen Teatro Perez Galdos mit der schönsten Aussichtsterrasse zum einzigartigen, rundum gelungenen Erlebnis. Leider mit vielen freien Plätzen trotz Premiere, aber die Preise zwischen 60 und 110 Euro auf den Plätzen mit uneingeschränkter Sicht sind für viele Einheimische einfach nicht erschwinglich. Dafür ist der Pausensnack mit zwei Flaschen Sprudelwasser und einem Kaffee für nicht einmal fünf Euro sicher das günstigste Angebot, das wir seit langem in einem Opernhaus haben konsumieren dürfen...


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