wellenklænge - Lunz am See - TAG 3

Zu Gast in Davids Komponier-Werkstatt (die eigentlich eine Turnhalle ist...)

Lunz am See, 25. Juli 2018. Wenn der Tischtennisball auf die Platte fällt, könnte auch dieses Geräusch Teil einer neuen Komposition sein oder werden. In der Composer-Performer-Masterclass wird nämlich irgendwie auf ganz spannende Weise alles zu Musik, entwickeln sich Geräusche aus dem Alltäglichen genauso wie aus virtuosen Improvisationen an Klavier und anderen Instrumenten. Heute sind wir zu Gast in Davids Komponier-Werkstatt. Der Pianist hat sich in der Turnhalle der Lunzer Hauptschule, in der der Workshop unter der Aufsicht von Ko-Intendant Simon Zöchbauer und der Anleitung der beiden Referenten Thomas Grill (Elektroakustik) und Daniel Schnyder (Jazz und Ensembles) abgehalten wird, einquartiert und diese somit zu einer Art künstlerischem Zentrum des Workshops gemacht. Und das aus dem einfachen Grund, weil in dieser Halle das einzige Klavier steht. Somit kommen all diejenigen, die mit David musizieren möchten, zu ihm in seine Komponier-Halle.


Und das sind nahezu alle Workshop-Teilnehmer. Daher hat sich David heute auch zumindest für den Vormittag eine kleine Auszeit erbeten, weil er neben den vielen Tätigkeiten als Pianist für die Stücke der anderen vom elektroakustischen Klangpendel über das klassische Jazz-Couplet bis hin zur Duo-Impro mit dem Festival-Intendanten an der Trompete auch an den eigenen Komposition für das morgige Abschlusskonzert arbeiten möchte. Gesagt, getan... Aber auch alle anderen Teilnehmer haben noch jede Menge zu tun, um die Basis für ein gelungenes Abschlusskonzert freilich auch mit vielen Improvisations-Teilen für alle Musiker zu legen. Doch auch jede Form der Improvisation braucht einen geregelten Rahmen. Und jeder Komponist in seinem Arbeitsprozess auch. Das geht von der eigenen Struktur in der Arbeit über das Handwerkszeug des richtigen Software-Programms (handschriftliches Komponieren ist lange passé!) bis hin zur Vermittlung der eigenen Idee an die ausführenden Künstler.



David kommt gut voran. Sein Stück nimmt die richtige Richtung und somit auch die gewünschte Form an. Jetzt kann er sich wieder ganz den Belangen der anderen Musiker mit widmen. Thomas braucht für seine elektroakustische Gruppe beispielsweise Töne der Trompete, die von Simon in das geöffnete Klavier bei heruntergedrückten Tasten (Davids Part ist bei diesem Akt weniger anstrengend...) geblasen werden und somit die Saiten derart zum Klingen bringen, dass sie als Nachhall mit Mikrophonen aufgenommen werden können. Später sollen eben diese dann weiter bearbeiteten Klänge per am Resonanzkörper des Klaviers montierte Lautsprecher wieder zum Ursprungsort zurückgebracht und hörbar gemacht werden. Eines der vielen kreativen und spannenden Klangerlebnisse, die in Davids Komponier-Werkstatt heute entstehen und morgen dann auf der Lunzer Seebühne zur Aufführung gelangen.


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